Baumwoll-Lexikon

 

Eine kleine Einführung zum Thema Baumwollstoffe* und Begriffe rund um Baumwollgewebe.

 

Abbildung: Struktur einer Baumwolldecke

 

Babycord

Wird auch Microcord genannt, ist ein Cordgewebe mit 51 und mehr Rippen je zehn Zentimeter, siehe „Cord“.

 

Batist

Sammelbegriff für feinfädige Gewebe aus Baumwolle.

 

Baumwollsatin

Feinfädiges seidenartiges Gewebe in so genannter Atlasbindung mit einer mehr oder weniger glänzenden, strukturlosen Oberfläche. Baumwollsatin wird vorwiegend unifarben hergestellt und häufig für hochwertige Bettwäsche und edle Fashion-Outfits eingesetzt.

 

Breitcord

Cordgewebe mit bis zu 23 Rippen je zehn Zentimeter, siehe „Cord“.

 

Canvas

Festes Gewebe aus Baumwolle in so genannter Tuchbindung, ideal für Outdoorjacken und Sportswearhosen.

 

Chambray

Baumwollgewebe in Tuchbindung. Durch den Einsatz von unterschiedlichen Farb- oder Effektgarnen in Kette und Schuss entsteht ein sehr dezentes Muster.

 

Chenille

Flachgewebe mit Veloursoptik für dekorative Heimtextilien.

 

Chintz

Stoffe, die durch den Einsatz von Appretur (nicht waschfeste Veredelungen, die den Griff und Glanz von Textilien verbessern) dauerhaft glänzen. Häufig für Dekostoffe verwendet.

 

Cord

Sammelbegriff für Baumwollgewebe mit erhobenen, unterschiedlich breiten Längsrippen. Je nach Rippenart unterscheidet man unterschiedliche Cordqualitäten (siehe Babycord, Breitcord). Typische Hosenware.

 

Damast

Unifarbenes, glänzendes Jacquardgewebe, dessen Muster durch den Lichteinfall sichtbar wird. Im Einsatz für Tisch- und Bettwäsche.

 

Denim (Blue Denim)

Ursprünglich ein sehr dichter, fester und strapazierfähiger Baumwollstoff in so genannter Köperbindung. Heute gibt es Denim in vielen Gewichten und Farben, als Stretch-Denim und auch bedruckt, bestickt etc. Denim ist führend bei Freizeitbekleidung (Jeans) und als Fashion-Bestandteil unerlässlich. Außerdem hat Denim längst auch andere Einsatzbereiche wie das Interior-Design erreicht.

 

Flanell

Ein- oder zweiseitig aufgerautes Baumwollgewebe mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Weicher Baumwollflanell wird im Gegensatz zum Wollflanell häufig für sportive Oberhemden und für Kinderbekleidung eingesetzt.

 

Frottier (Frottee)

Baumwollgewebe mit ein- oder zweiseitigen Schlingen, das üblicherweise für Bademäntel und Handtücher verwendet wird. Beim Walkfrottier verlaufen die Schlingen unregelmäßig. Dadurch saugen sie gut Feuchtigkeit auf und sind weicher als Zwirnfrottierwaren, die einen festeren Griff haben. Besonders weich und anschmiegsam ist Veloursfrottier, bei dem die Schlingen aufgeschnitten werden.

 

Gabardine

Ein Klassiker unter den Baumwollgeweben, mit spezieller Kettköperbindung. Baumwollgabardine ist der bewährte Stoff für die berühmten Chinos- und Khaki-Hosen sowie für jeansige Five-Pockets. Gabardine wird aber auch für Mäntel, Jacken, Blazer, Hosen, Röcke und Kostüme verwendet. Daunendichte Gewebe sind häufig aus sehr dicht gewebtem Feingabardine.

 

Interlock

Bindung für feine, sehr dehnbare Maschenwaren, die von beiden Seiten ein rechtes Maschenbild zeigt (im Gegensatz zu Rippmuster). Aus Interlock werden hochwertige Unterwäsche, T-Shirts und Bettwäsche hergestellt.

 

Jacquard

1. Eingewebte Muster in Strickwaren, die auf der Rückseite entweder hinterlegte oder eingearbeitete Fäden zeigen.
2. Sammelbegriff für Gewebe mit feinen oder großflächigen Mustern, die durch eine spezielle, aufwendige Bindung geschaffen werden.

 

Jersey

Baumwolljersey ist Maschenware mit einer matten Oberfläche, die sich deutlich von der Unterseite unterscheidet. Zeichnet sich durch seinen weichen, fülligen Griff und gute Querfestigkeit aus. Einsatzgebiete sind Bekleidung und Heimtextilien wie z. B. Bettwäsche.

 

Kattun

Mittelfeines Baumwollgewebe in Tuchbindung.

 

Linon

Gebleichtes Baumwollgewebe für Bettwäsche. Linon erhält durch eine Appretur seinen leinenähnlichen Glanz. Heute kaum noch verbreitet.

 

Mercerisieren

Ausrüsten (waschfeste Veredelungen, die das Erscheinungsbild und die Gebrauchsfähigkeit der Ware verbessern) von Baumwollstoffen oder -garnen zur Erzielung eines dauerhaften, waschfesten Glanzes.

 

Millraye

Feiner und leichter Cordsamt mit niedriger Florhöhe.

 

Molton

Beidseitig gerautes, weiches, leinwandbindiges Baumwollgewebe in mittlerer bis schwerer Qualität. Einsatzmöglichkeiten: Bettücher, Unterlagen, Dekorationen u.a.

 

Musselin

Leichter und locker gewebter Baumwollstoff aus feinen Garnen.

 

Oxford-Karo

Karomusterung in Köperbindung mit regelmäßigen dunklen Balken vor hellerem Hintergrund, verwendet bei Hemden oder Oberbekleidung.

 

Panama

Glattes Gewebe, das in der so genannten Panamabindung hergestellt wird. Durch diese spezielle Bindung entstehen kleine Quadrate und Rechtecke.

 

Perkal

Handelsbezeichnung für glatte, leinwandbindige Baumwollgewebe in unterschiedlicher Ausführung, meist bedruckt. Im Vergleich zum Satin hat Perkal trotz des Einsatzes feiner Garne einen etwas festeren Griff und aufgrund der weniger kompakten Oberfläche weniger Glanz.

 

Pkiee (Piqué)

Maschenware für Polo-Shirts und Sportkleidung.

 

Popeline

Gewebe in Tuchbindung aus Baumwolle. Besonders geeignet für Hemden, Blusen, Mäntel und Blousons.

 

Renforcé

Leinwandbindiges Baumwollgrundgewebe und im Bezug auf die Feinheit die mittlere Qualität der drei Nesselarten (Cretonne, Kattun). Einsatz u.a. als Druckgrundware.

 

Rippware

Maschenware, bei der sich rechte und linke Maschen abwechseln (jeweils eine oder mehrere) und beide Warenseiten gleich aussehen. Feinripp: feine Maschenware aus zweifädigen Garnen, wird insbesondere für Unterwäsche verarbeitet. Doppelripp: gröber und dehnbarer als Feinripp.

 

Samt

Baumwollgewebe mit einem 1-3 mm langen Flor. Fühlt sich weich und griffig an.

 

Seersucker

Bezeichnung für Baumwollgewebe mit gekrepptem, borkigem Streifen-Effekt. Das Reliefmuster verläuft in Bahnen oder Wellen.

 

Single-Jersey

Glatte, wenig dehnbare Maschenware, bei der eine Seite linke Maschen, die andere rechte Maschen aufweist. Wichtige Einsatzgebiete: T-Shirts und Unterwäsche.

 

Trikot

Sammelbegriff für Maschenwaren aus Jersey.

 

Twill

Stoffe in Köperbindung mit ausgeprägten Diagonalen. Ein unglaublich vielseitiges Gewebe, das gerne für Jeans- und Sportswearhosen eingesetzt wird.

 

Velours

Bezeichnung für Baumwollstoffe mit aufgerauter Oberfläche: weich und samtig.

 

Velveton

Ein Gewebe aus Baumwolle mit samtartiger Oberfläche, die durch Aufrauen entsteht.

 

* Quelle: J’N’C Insider ABC. Weitere Informationen zur Baumwolle im Allgemeinen, inklusive Textilbegriffe-Lexikon (speziell zur Jeans- und Casualbekleidung) gibt u.a. das kompakte Büchlein J’N’C Insider ABC aus dem Verlag B+B Media Company, Düsseldorf. Es ist im November 2009 in der 5. Auflage zweisprachig (Deutsch/ Englisch) erschienen und ist für 11,65 EUR inkl. MwSt. bei der B+B Media Company , beziehbar. www.jnc-net.de

 

 

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Abbildung: verschiedene Stoffe aus Baumwolle Abbildung: Dame mit Bluse Abbildung: Hemd Abbildung: Jeansstoff Abbildung: Junge Frau in Jeans und T-Shirt Abbildung: Baumwollstoff Abbildung: Nahaufnahme von Jeansstoff Abbildung: Nahaufnahme Reißverschluss einer Baumwolljacke Abbildung: Vorhangstoffe